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Der Blick auf die Ausbreitung des Corona- Virus hat die Absage aller öffentlichen Veranstaltungen zur Folge. Die drastischen Maßnahmen betreffen auch die Gottesdienste, die bis mindestens Ende April nicht unter Beteiligung der Gemeinden stattfinden dürfen. Priester feiern alleine, in menschenleeren Kirchen Gottesdienst.  Liveübertragungen aus Kirchen und Domen laden ein, von zuhause aus mitzufeiern und virtuell Gemeinschaft zu bilden. Gerade in dieser Zeit der Krise suchen Viele die Nähe Gottes im Gebet und wünschen sich ganz besonders die Teilnahme an der Eucharistie. Der Wert des eucharistischen Brotes, das uns einbezieht ins Opfer Christi und die Getauften im Auferstandenen zu einem Leib macht, fehlt uns.

 

Eine wesentliche Komponente von Livestream- Gottesdiensten oder Fernsehgottesdiensten kann  hier der pastorale Schatz der „ Geistigen Kommunion“  sein. Diese besondere Form der Kommunion, die die spirituellen Früchte des Kommunizierens hervorhebt, ist nicht etwa eine Erfindung in Corona-Zeiten. Ein Blick in die Kirchengeschichte lehrt uns, dass schon die  Kirchenväter auf die geistige Begegnung mit dem Herrn verweisen.  Der Heilige Augustinus hat in seiner Predigt zum Johannesevangelium, den für die Entwicklung der „Geistigen Kommunion“ wichtigen Satz formuliert: „Warum bereitest du die Zähne und den Leib? Glaube, und du hast gegessen.“

 

Im Mittelalter führt eine gesteigerte Sensibilisierung des Sündenbewusstseins, gerade in Zeiten von Kriegen, Pest und anderen Seuchen dazu, dass die Menschen sich den Eucharistieempfang verwehren. Hier scheint das Wort des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth Wirkung zu zeigen: „ Wer unwürdig isst und trinkt, der isst sich das Gericht, da er den Leib des Herrn nicht unterscheidet… ( 1Kor 29f). Die „ Geistige Kommunion“ jedoch kann nicht unwürdig empfangen werden. Ob in  Zeiten des  Konzils von Trient, in den Texten des Katechismus Romanus oder in den Zeiten des Zweiten Weltkrieges,  die  „Begierdekommunion“  behält ihre Bedeutung für die Kirche. Hier gilt sie denjenigen Christen als Stärkung, die die eucharistische Speise nicht leicht in Wirklichkeit empfangen können. Sie wenigstens geistiger weise zu empfangen, ist möglich,  durch lebendigen Glauben, ehrfürchtige Hingabe an den Willen des göttlichen Erlösers und eine Verbindung zum HERRN in inniger Liebe. Auch nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wird die Praxis der geistigen Kommunion empfohlen. Besonders dann, wenn Gläubige durch Verfolgung oder durch Mangel an Priestern über kürzere oder längere Zeit der Eucharistie entbehren müssen.

 

So ist das dauernde Verlangen der Seele nach dem eucharistischen Sakrament, wie es in der geistigen Kommunion geschieht, in der Geschichte der Kirche bis auf den heutigen Tag bewahrt worden. Und auch  heute,  in Zeiten der Corona Krise, in denen Menschen, aus unterschiedlichen Gründen, sei es durch Krankheit oder Gebrechlichkeit, durch Ausgangsbeschränkung oder durch das Verbot von Gottesdiensten zur Minderung der Verbreitung des Virus, nicht das Sakrament empfangen können, erweist sich die „ Geistigen Kommunion“ als Trost  und Hoffnung und verbindet auf besondere Weise mit Christus in der Liebe.

 

Öffnen wir unser Herz für Jesus.   

 

(Diplom Theologin, Gemeindereferentin  Beate Timpe, 2. April 2020, Bad Neuenahr-Ahrweiler)

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